Kirchenwände werden saniert Drucken
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 18. April 2012 um 19:48 Uhr
Schaumburger Wochenblatt, 18.4.2012

sw_2012_04_18_stmarkus.jpgKirchenwände gegen Wind und Wetter besser sichern
Bistum stimmt Lauenauer Förderverein zu / Sanierung kann beginnen


 LAUENAU (al). Der Förderverein zum Erhalt der katholischen St.-Markus-Kirche ist seinem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Das Bistum Hildesheim hat dem Antrag auf Sanierung der Außenwände zugestimmt. Zwar muss die Gemeinschaft die Kosten ausnahmslos selbst tragen. Für den Vorsitzenden Karl-Heinz Strecker aber ist damit die Zukunft des Gotteshauses erst einmal gesichert.
In der Jahresversammlung hatte Strecker kein Blatt mehr vor den Mund genommen. "Sauer und enttäuscht" sei er, da der Förderverein die Initiative zur Maßnahme ergriffen, sich um einen anerkannten Bauexperten aus den Reihen der Mitglieder gekümmert und sich sogar entschieden habe, die notwendigen Kosten aufzubringen. Doch auf einen bereits seit Monaten laufenden Antrag habe es bis dahin keine Reaktion gegeben. Wiederholt ergebnislos telefonierte Strecker nach eigenen Angaben mit Hildesheim. Schon entschied die Versammlung, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und nach einer letzten Anfrage mit Fristsetzung mit der Sanierung zu beginnen. Doch zeitlich parallel schien im Bischöflichen Generalvikariat eine Entscheidung zugunsten von St. Markus ergangen zu sein: Am 5. April traf der Bewilligungsbescheid von im Pfarrhaus am Sitz der Gemeinde in Bad Nenndorf ein, datiert allerdings vom 20. März und mit dem Hinweis auf eine bereits am 28. Februar "in Abstimmung mit der Hauptabteilung Pastoral" erfolgte Billigung. "Über diese lange zeitliche Abfolge bin ich schon sehr verwundert", kommentierte Strecker das Verfahren: "Da hätte doch auch jemand mal zum Telefon greifen können." Doch in der Sache ist die Freude über die "kirchenoberliche Genehmigung groß: "Jetzt kann es endlich losgehen." Die Hildesheimer Bewilligung legt die Gesamtkosten für die Komplettsanierung aller Außenwände auf 15.000 Euro fest. Das geht weiter als der Förderverein bislang tun wollte: Er hatte nur den Aufwand für die besonders betroffenen Wetterseiten mit 12.000 Euro ermitteln lassen. Strecker will nun mit dem Vorstand und dem Fördervereins-Mitglied und Bauexperten Egbert Gelfert die weitere Vorgehensweise besprechen. "Aber noch vor den Sommerferien fangen wir an", hofft er auf freie Kapazitäten bei der zu beauftragenden Fachfirma. Zugleich hofft er, dass mit diesem ersten Fördervereins-Erfolg sich weitere Mitglieder gewinnen lassen. Denn eigentlich war die Gemeinschaft nur angetreten, um die laufenden Betriebskosten der Immobilie zu finanzieren. Dass nur vier Jahre nach der Gründung nun sogar schon bauliche Maßnahmen finanziert werden können, sieht Strecker durch die großartige Unterstützung begründet: Der Förderverein zählt inzwischen 108 Mitglieder. Darunter befinden sich auch etliche evangelische Christen, Unternehmen und auswärtige Personen.

Für ihn ist die Hildesheimer Zustimmung zugleich ein Indiz, dass St. Markus wohl bestehen bleibe: Auch wenn die Baumaßnahme nicht aus Kirchensteuermitteln finanziert werde, sei sie doch ein wichtiger Schritt, den guten Zustand der Immobilie auf Dauer zu erhalten. Foto: al
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 01. Februar 2014 um 13:02 Uhr